Der Endspurt im Titelrennen beginnt. Fünf Spieltage vor Saisonende hat der BSV Wulfen vier Siege Vorsprung auf das Verfolger-Feld. Gewinnt der BSV noch zwei seiner letzten fünf Spiele, ist ihm die Meisterschaft in der 2. Regionalliga 2 und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga West nicht mehr zu nehmen. "Wir wollen jetzt möglichst schnell alles klar machen, dafür brauchen wir Samstag einen Heimsieg über Waltrop", gibt BSV-Kapitän Kreshnik Gashi das Ziel der Mannschaft weiter.

Am Samstag (16.3., 20 Uhr, Gesamtschulhalle Wulfen, Midlicher Kamp 7) gibt es beim Spieltag der Knappschaft ein Wiedersehen mit Felix Werner (nun Felix Spieker, er hat den Namen seiner Frau angenommen), sozusagen "die Rückkehr eines verlorenen Sohnes". Felix Spieker ist inzwischen 30 Jahre alt, lebt mit Familie in Datteln und hat im Januar beim abstiegsbedrohten GV Waltrop angeheuert. Und mit Spieker sowie einem Trainerwechsel von Jason Rueter zurück zu seinem Vorgänger Dejan Petrov haben die Waltroper eine Siegesserie hingelegt, die sich von den Abstiegsrängen gespült hat. Diese nehmen jetzt der nicht mehr zu rettende UBC Münster 2 und der TSV Hagen 1860 ein. Felix Spieker, fast zwei Meter großer Flügelspieler, wuchs einen Steinwurf von der Gesamtschulhalle auf, entstammt der BSV-Jugend (mit Trainer Hubert Schürmann). Vom BSV (1. Regionalliga) wechselte Felix Spieker zur BG Dorsten (damals 2. Regionalliga), stieg mit den Dorstenern auf und spielte später sogar mit den Schwelmer Baskets unter Rafael Wilder in der 2. Bundesliga ProB - auch gegen seinen BSV.

"Dass ich noch einmal in der Wulfener Gesamtschulhalle spiele, hätte ich mir nicht träumen lasse", sagt Felix Spieker vor der Rückkehr in seine alte Heimat. Mutter Moni wird bestimmt auf der Tribüne sitzen und Waltrop die Daumen drücken. Die Mehrzahl der Zuschauer - Wulfen rechnet wieder mit einer bestens besetzten Tribüne - steht natürlich hinter dem BSV. Auf den letzten Schritten Richtung Meisterschaftsgewinn wollen alle dabei sein. Da am Abend zuvor die beiden BSV-Verfolger Schwelm und Werne im direkten Duell aufeinander treffen, könnte auch ein einziger Sieg dem BSV zum Aufstieg reichen - gegen den Gewinner des Freitagspiels Schwelm-Werne. Am 23. März tritt der BSV in Werne an, am 30. März kommt Schweln nach Wulfen.

Aber die Konzentration von Trainer Predrag Radanovic und seines Teams gilt einzig und allein dem Gegner GV Waltrop. Fünf Siege in Folge sind schon ein Ausrufezeichen des GV. Und hätte das Team nicht mit 73:74 das Derby in Recklinghausen und zum Rückrundenstart mit 79:81 gegen Barop verloren, wären es sieben Siege gewesen - besser liefert aktuell kein Team in der Liga ab. Auch der BSV hat in der Rückrunde schon zweimal verloren. Deshalb wird das Duell Wulfen gegen Waltrop kein Selbstläufer für den Spitzenreiter. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe, das die Wölfe unbedingt gewinnen wollen.

Ob Lukas van Buer wieder dabei ist, ist fraglich. Er laboriert an einer Verletzung des Sprunggelenks. Routinier Philipp Lensing könnte erneut aushelfen - und würde auf den fast gleich alten Stefan Fürst treffen. Fürst räumt für Waltrop unter den Körben auf. Aufbauspieler Alexander Winck stößt nach vier Wochen wieder zum Team, auch Bryant Allen brennt auf einen Einsatz vor heimischen Publikum. Es ist angerichtet beim BSV zu einem großen Spiel. Es kann der vorletzte Schritt zum Titelgewinn sein.

Main Page Contacts Search